Kostenlose
Fachberatung:
0800 000 55 83

Lösungen bei aufsteigender Feuchtigkeit

Wie wir Ihr Gebäude vor eindringendem Wasser von außen schützen können, zeigten wir Ihnen bei den Lösungen für eindringende Feuchtigkeit. Ein weiterer Schadenfalls liegt vor, wenn Wasser aufgrund von Kapillarkräften in der Bausubstanz nach oben steigt. Als Experten für trockene Wände erklären wir von ARESO heute, welche Maßnahmen wir bei aufsteigender Feuchtigkeit ergreifen, um ein Aufsteigen des Wassers im Gemäuer zu verhindern.
Bevor wir an die Sanierung gehen, analysieren wir genau den vorliegenden Schadensfall, betrachten uns die Bausubstanz und wägen verschiedene Möglichkeiten ab.

Injektionstechnik als das Mittel der Wahl zum Errichten einer Horizontalsperre

Bei einer fehlenden Horizontalsperre steigt das Wasser durch die Kapillarkräfte in der Bausubstanz nach oben. Die Injektionstechnik ist mit die geeignetste Methode, um einen Keller trocken zu legen. Bei diesem Verfahren werden Kanäle und Poren im Mauerwerk verschlossen, so dass die Feuchtigkeit nicht mehr aufsteigen kann. Dieser dauerhafte Verschluss unterbindet ein weiteres kapillares Aufsteigen von Wasser. Um diese Horizontalsperre aufzubauen, muss die Injektionslösung tief in das Mauerwerk eingebracht werden. Dies ermöglichen wir, indem wir nach vorgegebenem Raster Kanäle in die Wände bohren mit geeigneter Tiefe und Neigung und im Anschluss unter Druck das Injektionsmittel kontrolliert einbringen.
Als Injektionsmittel finden bei uns Silan- und Siloxan-basierte Produkte sowie diverse Spezialharze je nach Einsatzart Anwendung, außerdem mineralische Stoffe zum Vorverfüllen großer Löcher und Hohlräume.
Diese Sanierungsmethode ist ohne Risiken für die Statik verbunden, erschütterungsfrei und überschaubar vom technischen Aufwand her. Fälschlicherweise denken Hausbesitzer oft, dass mit dem Aufgraben und neuer seitlich Abdichtung allseitiger Schutz gegeben ist. Aber eine Kapillarsperre ist auf diesem Weg nicht zu erreichen. Diese muss auch bei einer klassisch durchgeführten Außenabdichtung idealerweise über die Injektionsmethode eingebracht werden.

Weitere Lösungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit

Neben der Injektionstechnik als gängigstes Verfahren gibt es weitere, mittlerweile überholte Lösungen, um nachträglich eine Horizontalsperre in der Wand zu errichten und der aufsteigenden Feuchtigkeit Einhalt zu gebieten. Hierbei handelt es sich um mechanische Techniken, welche alle etwas aufwändiger sind als das Injektionsverfahren und auch die Statik der Gebäude mal mehr, mal weniger beeinträchtigen. Es sind schon ganz Häuser durch schlecht durchgeführte Maßnahmen eingestürzt.

Mauersägeverfahren

Im Mauersägeverfahren wird das Mauerwerk an der betroffenen Stelle mit einem waagerechten Schnitt geteilt. Ein in diesen Spalt eingefügtes Blech dient als Horizontalsperre und verhindert ein weiteres Aufsteigen von Feuchtigkeit. Diese Bleche sind aus Edelstahl und korrosionsbeständig. Diese Technik kommt bei durchgehenden Mauerfugen zum Einsatz.

Blecheinschlagverfahren

Beim Blecheinschlagverfahren oder auch Rammverfahren werden pneumatisch Chromstahlplatten in die Mauer gerammt. Auch hier ist eine durchgehende Lagerfuge erforderlich. Hierbei ist jedoch die Mauerdicke begrenzt und die Ecken können nicht immer überlappend hergestellt werden. Des Weiteren sind durch den „invasiven“ Eingriff Rissbildungen möglich.

Austauschverfahren

Bei stark geschädigter Bausubstanz muss das betroffene Mauerwerk im Austauschverfahren eventuell durch neuen Beton oder Mauersteine ausgetauscht werden. In diesem Zuge wird dann eine neue horizontale Sperrschicht (Bitumenbahn/ Kunststoffplatten) eingebaut. Diese Technik kann auch zum Einsatz kommen, wenn eine hohe Salzbelastung vorliegt und das Mauerwerk dadurch geschädigt ist. Schadsalzreduzierung ist hier ein positiver Nebeneffekt. Diese Art der Sanierung ist jedoch sehr zeit- und kostenintensiv.

Bohrkernverfahren

Neben den vorgenannten Methoden gibt es noch das Bohrkernverfahren, bei dem die in die Wand gebohrten Löcher mit Zement verfüllt werden, um eine lückenlose Barriere zu errichten. Die Löcher, welche dafür in die Wand gebohrt werden, sind rund zehn Zentimeter groß. Hier ist jedoch ein großer Arbeitsraum erforderlich und das Mauerwerk muss eventuell von beiden Seiten zugänglich sein. Zudem erfolgt ein Wassereintrag, da das Sägewerk mit Wasser gekühlt werden muss.

Die Injektionstechnik ist sowohl von innen als auch außen anwendbar – je nachdem wie es die Situation erfordert. Ergänzt wird die nachträgliche Abdichtungsmaßnahme durch ein geeignetes Putzsystem. Der kontaminierte Putz bzw. die Reste davon werden im Vorfeld der Maßnahme entfernt (i.d.R. bis auf eine Höhe von 50 – 100 cm) und im Anschluss ein auf die Maßnahme und Bausubstanz abgestimmtes Putzsystem aufgebtragen, damit die Wände „optisch“ sauber verputzt sind und „funktional“ die Restfeuchte  im Mauerwerk regulieren sowie noch auskristallisierende Salze puffern.

« zurück zur Übersicht